Telekom blockt MMS Dienst

Nach dem Bekanntwerden der kritischen Sicherheitslücke bei Android-Geräten, hat die Telekom nun reagiert und die MMS-Zustellung zum Schutz ihrer Kunden eingestellt.

Sicherheitslücke – Stagefright kommt per Video

Die Schwachstelle Stagefright erlaubt Angreifern den Zugriff auf Mikrofon und Kamera der Telefone. Mittels infizierter Videodateien im Format MP4 und 3GPP wird die Sicherheitslücke ausgenutzt. Dabei ist es unerheblich, ob das Video abgespielt wird oder nicht. Das alleinige Herunterladen kann also schon zum Risiko werden.

Diverse Apps sind betroffen

Zum Schutz der Kunden hat die Telekom daher vorübergehend den MMS Service abgeschaltet. Der Versand von MMS ist aber nur eine Möglichkeit, wie infizierte Videodateien auf die Telefone gelangen können. Das Aufrufen von Webseiten per Smartphone und der Gebrauch von Apps , wie Facebook, Whatsapp, Hangouts u.a., deren Gebrauch weitaus verbreiteter ist, stellt ebenso eine Gefahr dar.

Wie kann sich der Benutzer schützen?

Whatsapp bietet die Möglichkeit in den Einstellungen den Automatischen Download auszustellen.
(Einstellungen -> Chat-Einstellungen -> Medien Auto-Download -> Bei mobiler Datenverbindung / Bei einer WLAN-Verbindung)
Vergleichbare Apps bieten in ihren Einstellungen dieselben Optionen.

Eine gesunde Grundskepsis sollte jeder Nutzer jedoch selbst an den Tag legen und bis zu einem Sicherheitsupdate auf den Gebrauch und Empfang von Videodateien (insbesondere von nicht vertrauenswürdigen Quellen) verzichten.